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Wenn das Leben eine Pause fordert – was die letzten Wochen mich über innere Balance gelehrt haben

  • Autorenbild: Ines Schultes
    Ines Schultes
  • vor 11 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Eigentlich hatte ich für die letzten Wochen viele Ideen.

Neue Blogbeiträge, Inhalte für Social Media und vieles mehr. Doch manchmal hält sich das Leben nicht an unsere Pläne.

Yoshi an seinem Lieblings Ort
Yoshi an seinem Lieblings Ort

Es gab einen Grund, warum es hier etwas ruhiger geworden ist.

Wir mussten unseren geliebten Berner Sennenhund Yoshi gehen lassen.

Jeder, der schon einmal ein Tier verloren hat, weiß, dass sie weit mehr als nur Haustiere sind. Sie sind Familienmitglieder, treue Begleiter und schenken uns jeden Tag Liebe, ohne etwas dafür zu erwarten.


Die Entscheidung, Yoshi gehen zu lassen, war eine der schwersten, die wir treffen mussten. Besonders schmerzhaft war für mich, dass genau an meinem Geburtstag der Tag gekommen war, an dem wir Abschied nehmen mussten. Ein Tag, den ich eigentlich mit Freude verbinde, wird nun immer auch mit dieser Erinnerung verbunden sein.

Ich habe viele Glückwünsche, Nachrichten und herzliche Worte erhalten. Für all diese Glückwünsche bin ich bis heute unglaublich dankbar. Aber es fühlte sich fast surreal an. Während Menschen mir einen schönen Tag wünschen, trafen wir einen der schwersten Entscheidungen unseres Lebens.


Für einen kurzen Moment hatte ich das Gefühl, dass meine Welt stehen geblieben ist. Doch gleichzeitig dreht sich die Welt um mich herum einfach weiter.

Genau darin liegt vielleicht eine der größten Herausforderungen des Lebens. Manchmal scheint die eigene Zeit für einen Augenblick stillzustehen, während für alle anderen der Alltag ganz normal weitergeht.

Und genau in diesen Momenten dürfen wir uns selbst die Zeit schenken, die wir brauchen. Trauer hat keinen festen Zeitplan. Heilung auch nicht.


In den Tagen und Wochen danach war vieles anders.

Es fiel mir schwer, kreativ zu sein. Ich brauchte Zeit für mich, für meine Familie und für die Trauer. Und genau in dieser Zeit wurde mir wieder bewusst, was innere Balance für mich wirklich bedeutet.

Balance bedeutet nicht, jeden Tag glücklich zu sein.

Sie bedeutet nicht, dass wir immer voller Energie sind oder dass das Leben keine Herausforderungen bereithält.


Balance bedeutet für mich vielmehr, mir selbst die Erlaubnis zu geben, traurig zu sein. Zu weinen. Einen Gang zurückzuschalten. Nicht funktionieren zu müssen.

Und gleichzeitig darauf zu vertrauen, dass nach schweren Tagen auch wieder leichtere kommen.


Vielleicht kennst du solche Zeiten selbst. Momente, in denen das Leben plötzlich stillsteht und man erst einmal lernen muss, mit einer neuen Situation umzugehen.

Gerade dann ist es wichtig, liebevoll mit sich selbst umzugehen.

Keine hohen Erwartungen an sich zu stellen.

Sich kleine Auszeiten zu gönnen.

Tief durchzuatmen.

Und Schritt für Schritt wieder den eigenen Weg zu finden.


Auch meine Behandlungen haben in dieser Zeit für mich noch einmal eine tiefere Bedeutung bekommen. Sie erinnern mich daran, wie wertvoll es ist, sich bewusst Zeit für sich selbst zu nehmen und nicht nur dann, wenn es einem gut geht, sondern gerade auch in den schwierigen Momenten des Lebens.


Yoshi wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.

Und vielleicht hat er mir mit seinem Abschied noch einmal die wichtigste Lektion geschenkt:

Balance bedeutet nicht, dass das Leben immer leicht ist.

Balance bedeutet, den Mut zu haben, das Leben mit all seinen schönen und schweren Momenten anzunehmen und darauf zu vertrauen, dass wir auch nach einem Sturm wieder Kraft finden können.


Ich freue mich darauf, euch in den kommenden Wochen wieder mit neuen Beiträgen und Impulsen begleiten zu dürfen.


Danke, dass ihr hier seid.

Eure Ines

Vielleicht ist Balance gar kein Zustand, den wir erreichen müssen. Vielleicht ist Balance die Fähigkeit, uns selbst in jedem Abschnitt des Lebens liebevoll zu begegnen, an den glücklichen Tagen genauso wie an den schweren.

 
 
 

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